* SILVIA PISTOTNIG *
liest aus ihrem neuesten Roman
Kalchberggasse 2 / Joanneumsviertel
8010 Graz
E-Mail: lb-veranstaltung@stmk.gv.at
Web: http://www.landesbibliothek.steiermark.at/
Silvia Pistotnig
geboren 1977 in Klagenfurt, lebt und arbeitet in Wien. Seit Abschluss des Studiums der Publizistik und Politikwissenschaften an der Universität Wien arbeitet sie als Redakteurin. Seit 2000 Mitglied der Autorinnengemeinschaft AGA und seit 2001 Mitglied der LiteratInnenvereinigung Podium. Ihr Debütroman „Nachricht von Niemand" ist 2010 erschienen.
Tschulie

Was Tschulie wirklich mag: 1. Fernsehen, 2. Essen, 3. Schlafen.
Ein tragikomischer Roman über Tschulie und Karin, zwei Frauen aus zwei Parallelwelten unserer Gesellschaft, angesiedelt irgendwo zwischen Biosupermarkt, Political Correctness und Lebensentwürfen aus dem Fernsehen.
Tschulie ist Schulabbrecherin, arbeitet (noch) in einem Sonnenstudio und wohnt bei ihrer Mutter und deren Freund im Gemeindebau. Sie soll aber schleunigst ausziehen, weil die Wohnung für drei einfach zu klein ist. Die Lösung wäre, einen Millionär zu finden, aber das Einreichformular von „Der Bachelor" ist total kompliziert.
Irgendwie bekommt Tschulie nicht viel auf die Reihe. Selbst der auserwählte, reiche Gymnasiast (in der Disco kennengelernt) entpuppt sich als pickeliger, verwöhnter Loser, der am Rockzipfel seiner reichen Mama hängt. Dafür entdeckt seine spießige Mutter Karin in Tschulie ein willkommenes Selbstverwirklichungsprojekt. Der Teenager lenkt die perfektionistische Alleinerzieherin von der eigenen chronischen Unzufriedenheit ab. Durch Karin landet Tschulie bei einer esoterischen Frauengruppe auf dem Lande, befreundet sich mit einer alten Frau aus einem Pensionistenwohnhaus - und am Ende erreichen beide Frauen ein ungeplantes Ziel.
"Der Roman bietet wahrlich pures Lesevergnügen: Pistotnig versteht es gekonnt, sämtliche Klischees im sozialen Gefüge zu bedienen und pointiert ohne Rücksicht auf politische Korrektheit gegeneinander auszuspielen. Die witzigsten Momente als Erzählerin kreiert sie, wenn der durchgehend laufende Fernseher oder die allgegenwärtige Handykommunikation das Geschehen zu kommentieren scheinen, und die unterschiedlichen Wahrnehmungen desselben Geschehens von Tschulie und Karin in deren individuell gefärbten Sprachstilen aufeinanderprallen." Veronika Hofeneder, Literaturhaus Wien